Archiv der Kategorie 'Allgemein'

CSD und Sex im Dreck Party 2017

Punx CSD 2017 Koeln
Vom 7. bis 09.Juli feierte der Wagenplatz das CSD-Wochenende. Wir freuen über das große Interesse an der „Sex im Dreck“ Party, die queergestellt jedes Jahr auf dem Wagenplatz ausrichtet: Unkommerziell, open-air, lesbisch, schwul, trans, bi, queer und hetero-friendly, alternativ und links!

Mi, 21.6. Vortrag und Fotodokumentation zur Seenotrettung im Mittelmeer

seaeye bauwagenplatz köln seenotrettung mittelmeer

Eine tödliche Grenze der Festung Europa – das Mittelmeer

Schon seit über 25 Jahren wird darüber gesprochen, dass eines Tages eine größere Migrationsbewegung von Süden nach Europa einsetzen würde. Jetzt ist die Überraschung in Politik und Gesellschaft groß, dass genau das jetzt auch geschieht. Jahrzehnte lang weigerte sich die Politik der kapitalistischen Welt an den Ursachen für die Verelendung weiter Teile – nicht nur Afrikas – der Welt etwas zu ändern. Jetzt lamentieren nicht nur extrem rechte Kreise darüber, dass die Festung Europa zugunsten unseres gesellschaftlichen Wohlstands hermetisch geschlossen werden muss. Was sie defacto ja auch schon ist. Zwischen der sogenannten 3. und 1. Welt liegt eine tödliche Barriere – das Mittelmeer.

Laut UN- Flüchtlingshilfswerk sind allein von 2014 bis Sommer 2016 um die zehntausend Menschen auf ihrer Flucht dort ertrunken. Offizielle und wirksame Hilfe aus der EU ist nicht in Sicht, im Gegenteil sollen Libyen und andere Länder Nordafrikas als sichere Drittstaaten deklariert werden um dadurch die EU Außengrenzen jenseits des Meeres, also sogar in einem anderen Kontinent, zu sichern. An den Ursachen von Flucht und Vertreibung etwas zu ändern steht dagegen nicht auf der „westlichen“ Agenda, genau sowenig wie eine organisierte Migration, die das Massensterben an der EU Außengrenze Mittelmeer verhindern könnte. Stattdessen kann man eher von einem kalkulierten und überwachten Sterben durch offizielle Instanzen sprechen. Somit bleibt für viele perspektivlose Menschen nur der lebensgefährliche Weg übers Mittelmeer. Es sind es hauptsächlich NGOs, die ehrenamtlich, auf selbstorganisierten Schiffen, die Aufgabe der Rettung dieser Menschen aus Seenot zu übernehmen. Doch nicht mehr nur in extrem rechten Kreisen werden diese Organisationen als Schleuser oder Menschenhändler verunglimpft, es wird sogar versucht ihnen eine Teilschuld an der Migrationsbewegung zu geben. Dabei haben Schiffe wie die Seawatch oder Seaeye und viele weitere Organisationen durch ihre unermüdliche ehrenamtliche Arbeit in den letzten Jahren zehntausende Menschen im offenen Meer lokalisieren und dadurch retten können.

Wieviel Arbeit und welcher Aufwand dahintersteht, dass solche Schiffe überhaupt fahren und besetzt werden können, was es heißt über mehrere Wochen auf See zu sein, um dort im besten Fall Menschen aus Seenot retten zu können, wie überhaupt havarierte Boote lokalisiert werden können, wie oder ob die Zusammenarbeit mit offiziellen Stellen funktioniert – das sind Fragen, die am 21.6. diskutiert werden können.

Es werden Vertreter*innen von alarmphone, Seawatch und Seaeye anwesend sein, die Anhand von Vorträgen und Bildern ihre Arbeit schildern und beschreiben werden, wie sie z.B. die Boote der Geflüchteten orten und die Menschen bergen können.

https://alarmphone.org/de/

https://sea-watch.org/

sea-eye.org/de/

14.06. Basteltag

Wie ihr bestimmt schon alle mitbekommen habt geht es am Samstag unter dem Motto „Das Problem heißt Verdrängung“ wieder auf die Strasse. Damit der Spass nicht zu kurz kommt wird es neben der Trommelgruppe „Rythms of resistance“ noch zwei Wagen mit Soundsystems geben. Los geht es um 16.00 bei uns, um dann über die Ringe zum AZ zu tanzen!
Damit wir unsere Forderungen auch sichtbar machen laden wir am Mittwoch um 18.00 alle unsere UnterstützerInnen*, MitstreiterInnen* und FreundInnen* ein mit uns Transpis zu malen und Schilder zu basteln. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Ab 20.00 ist dann wie jeden Mittwoch wieder Sunshinebar mit Kicker, Tischtennis, Feuertonne und guter Musik.

Um die Vorfreude auf Samstag noch ein wenig anzuheizen gibt s noch ein Mobivideo

17.06. Demo: Das Problem heißt Verdrängung

Stadt nehmen
Steigende Mieten vertreiben Tausende an die Ränder der Stadt. Unzählige Menschen werden für Luxussanierungen entmietet und zwangsgeräumt. Soziale, kulturelle, ökologische und antirassistische Projekte wie z.B. das Autonome Zentrum, die Wagenplätze und subversive Kunsträume sind existenziell bedroht. Nach den Plänen der Stadtverwaltung sowie privater Investor_innen haben sie keinen Platz mehr im Köln von morgen. Doch damit nicht genug: Kinder, für welche die Stadt versäumt hat, rechtzeitig Schulen zu bauen. Geflüchtete, die monatelang in Turnhallen leben. In die Wohnungslosigkeit getriebene Menschen, die in Parks und Straßen völlig schutzlos leben und zehntausende fehlende Sozialwohnungen. All das während alleine 430.000 m² Bürofläche leer stehen. Städtische Flächen, Gebäude und Infrastruktur werden privatisiert oder abgerissen und damit einer sozialen Verwendung entzogen. An diesen Entwicklungen zeigt sich wie Verdrängung gefördert wird, durch eine neoliberale und kapitalistische Stadtpolitik, die an den Bedürfnissen und Interessen der Menschen vorbei zielt.

Diese Missstände wurden in den letzten Jahren nicht unwidersprochen hingenommen: ob durch wehrhafte Mieter_innen, ausdauernde Kämpfe für den Erhalt von Freiräumen wie dem Autonomen Zentrum oder den Wagenplätzen, rebellierende Elterninitiativen, Initiativen für menschenwürdiges Wohnen Geflüchteter, Kampagnen gegen Zwangsräumungen, Hausbesetzungen oder selbstorganisierte Aneignungen öffentlicher Räume wie bspw. Fahrraddemonstrationen oder Urban Gardening.

Doch an einer gemeinsamen Stimme hat es bisher gefehlt. Unser Bündnis setzt sich nun zum Ziel, alle diese Interessengruppen zusammenzubringen. Wir wollen versuchen, unsere stadtpolitischen Anliegen zusammen zu denken, und machen deutlich: wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen! Die zunehmende Verdrängung von Menschen aus dem öffentlichen Raum oder ihrem sozialen Umfeld ist inakzeptabel! Durch unseren Zusammenschluss wollen wir uns innerhalb der Stadtgesellschaft und in der politischen Debatte deutliches Gehör verschaffen!

Wir werden am 17.06.2017 unserer Forderung für eine solidarische Gesellschaft Nachdruck verleihen. Wir kämpfen für eine lebenswerte und emanzipatorische Stadt! Für Selbstbestimmung, Selbstorganisierung und für unkommerzielle Freiräume, in denen vielfältige Formen des Zusammenlebens ausprobiert werden können!

Die Antwort auf Vereinzelung heißt Solidarität!

Beginn:16.00 am Bauwagenplatz „Wem gehört die Welt“

10.06. Kenny Kenny oh oh & Limp Blitzkrieg & Ufo Sekte

Drei mal Punk/HC!!!
Einlass:20.00

15.05.2017 Polizei stoppt Laster beim Verlassen der Besetzung

Konvoi 15052017
Am Wochenende hatten Laster und Busse aus ganz Deutschland eine Fläche in Köln Riehl besetzt. Als die Gruppe heute durch die Innenstadt wieder abfahren wollte, wurde sie von der Polizei eingekesselt. Erst nach Stunden konnten die Wagenleute ihre Route fortsetzen. Aus der Fahrt wurde eine Demo für mehr Wagenplätze. Wem gehört die Welt bedankt sich für die Solidarität!
Konvoi Polizeipraesenz
Konvoi Innenstadt

14.05.2017 Mehr Wagenleben in Köln und überall!

Besetzung Mercedes Brache
Lest anbei die Pressemitteilung von Wagenbewohner*innen zu den Besetzungen in Köln vom 12. bis 15. Mai 2017.
Pressemitteilung Mai 2017
not a crime

03.05. Filmabend zum NSU-Tribunal

Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zum NSU-Tribunal zeigen wir heute einen Film über militante Neonazi-Netzwerke in Europa.

Beginn:20.00

trbnl soli kneipe